Yogamatten – Darauf solltest du beim Kauf unbedingt achten!

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  • Beitrag zuletzt geändert am:17. Mai 2026

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Yogamatten - Was wirklich zählt und worauf du achten solltest
Yogamatten gibt es wie Sand am Meer. Aber worauf sollte man beim Kauf achten?

Yoga gehört zu den preiswertesten Sportarten überhaupt. Du brauchst kein teures Fahrrad, keine schicke Skiausrüstung und auch kein Pferd.
Das einzige, was du wirklich benötigst, ist bequeme Kleidung und eine Unterlage. Aber gerade bei Yogamatten lohnt es sich, genauer hinzuschauen, denn nicht jede Matte ist gleich.
Und dies musste ich auf die harte Tour lernen

Sabiene kauft sich eine Yogamatte – Ein Lehrstück!

Früher habe ich auf einer zusammengefalteten Wolldecke geübt. Dies funktionierte auch überraschend gut. Aber eine Decke hat den entscheidenden Nachteil, dass man keinen sicheren Halt hat. Irgendwann bin ich also losgezogen und habe ich mir meine erste richtige Yogamatte besorgt.
Und musste sie gleich wieder entsorgen.

Chemie in der Yogamatte

Denn kaum aus der Plastikfolie ausgepackt, schlug mir ein intensiver Kunststoffgeruch entgegen. Ohne chemische Analyse behaupte ich: das waren Weichmacher. Weichmacher gehören zu den meistverkauften Chemikalien der Industrie. Sie machen Kunststoffprodukte flexibler und elastischer, stehen aber gleichzeitig im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Kein Wunder also, dass sie in Kinderspielzeug verboten sind.
Und in einer Yogamatte haben sie auch nichts zu suchen.

Diese Eigenschaften sollte deine Yogamatte haben

Yogamatten - Was wirklich zählt und worauf du achten solltest

Inzwischen habe ich etliche Matten in verschiedenen Ausführungen und Materialien ausprobiert. Und nun weiß ich, worauf es wirklich ankommt:

Sicherheit zuerst: Rutschfestigkeit und Schadstofffreiheit von Yogamatten

Die Rutschfestigkeit ist mir das Wichtigste und zwar in zwei Richtungen. Erstens sollte die Matte auf dem Boden nicht wegrutschen, weder auf Teppich noch auf glattem Parkett oder Laminat. Zweitens brauchen deine Füße und Hände auf der Mattenoberfläche selbst guten Halt. Gerade bei Asanas wie dem Herabschauenden Hund oder dem Krieger brauchen deine Füße einen festen Stand – sonst schlecht. Eine gute Matte hält also in beide Richtungen: unten am Boden, oben an dir.

Schadstofffreiheit sollte eigentlich selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Achte auf Zertifizierungen wie Öko-Tex oder REACH. Ein kurzer Geruchstest beim Auspacken hilft: Riecht die Matte stark nach Chemie, ist das kein gutes Zeichen.

Material und Dicke: Woraus sollten Yogamatten bestehen

Die Dicke macht mehr aus, als man denkt. Handelsübliche Matten sind etwa 4–6 Millimeter dick, es gibt aber auch Varianten bis zu 10 Millimeter. Für die meisten Anwendungen reichen 4–6 Millimeter völlig aus. Wen du empfindliche Knie oder Gelenke hat, greife besser zu einer dickeren Variante oder lege ein gefaltetes Handtuch unter deine Gelenke. Manche Yogis und Yoginis legen 2 Matten übereinander. Die Prinzessin auf der Erbse lässt grüßen.

Das Material entscheidet über Haltbarkeit und Griffigkeit. Naturkautschuk ist griffig und langlebig, aber nichts für Latexallergiker. TPE (thermoplastisches Elastomer) ist eine gute schadstoffarme Alternative. PVC-Matten sind oft günstiger, enthalten aber häufig eben jene Weichmacher, über die ich gestolpert bin.
Generell bin ich dafür, PVC überall zu meiden, wo es nur geht.

Auf die Größe kommt es an

Die Länge wird gerne unterschätzt. Standardmatten sind etwa 173 Zentimeter lang. Für große Menschen sind längere Matten dann die bessere Wahl.

Ähnliches gilt für die Breite: Die meisten Matten sind etwa 60 Zentimeter breit – das reicht für schlanke Körper gut aus, kann aber für breitere Schultern oder ausladende Bewegungen etwas knapp werden. Matten mit 66–70 Zentimetern Breite geben dir einfach mehr Spielraum.

Wenn du Matte regelmäßig zum Yogakurs mitnimmst, solltest du auch auf das Gewicht achten. Hochwertige Naturkautschukmatten können bis zu 3 Kilogramm wiegen. Das ist angenehm beim Üben, aber auf dem Weg zum Kurs durchaus eine Last. Leichtere Reise- oder Transportmatten aus TPE bringen oft nur 1–1,5 Kilogramm auf die Waage und sind die bessere Wahl für unterwegs.
Und ja, vielleicht brauchst du 2 Yogamatten: eine für zuhause und eine für unterwegs.

Was ist mit günstigen Matten aus dem Discounter?

Ehrlich gesagt: diese sind nicht automatisch schlecht. Discounter, Supermärkte und Kaffeeröster haben besonders zum Jahresbeginn immer wieder Aktionen mit Yoga- und Fitnessartikeln. Ich möchte wirklich nicht behaupten, dass sich dort nur Müll findet.

Mein Tipp: Kaufe, teste zu Hause auf Geruch und Rutschfestigkeit und bringe die Matte zurück, wenn du nicht zufrieden bist. Das gilt für Discounter-Ware genauso wie für teure Markenmatten.

Meine persönliche Empfehlung:

Welche Yogamatte brauche ich?

Ich übe seit Jahren auf einer Matte von Lotuscrafts und bin damit sehr zufrieden. Sie ist laut Hersteller schadstoffgeprüft und vollständig recycelbar. Es gibt sie in verschiedenen Ausführungen und der Preis liegt im moderaten Bereich. Das ist für eine Matte, die man viele Jahre täglich benutzt, gut investiertes Geld.

Wer etwas mehr ausgeben möchte und Wert auf besonders hohe Rutschfestigkeit legt, findet bei Jade Yoga ebenfalls sehr gute Qualität. Jade-Matten bestehen aus Naturkautschuk und haben eine außergewöhnlich gute Griffigkeit – selbst wenn die Hände beim Üben feucht werden.

Brauche ich noch anderes Zubehör?

Die Matte ist das Wichtigste. Alles andere ist optional, aber durchaus hilfreich:

  • Ein Yogablock hilft dabei, Asanas zu modifizieren, wenn die Beweglichkeit (noch) nicht für die volle Ausführung reicht. Gerade bei Vorwärtsbeugen ist er Gold wert.
  • Ein Yogagurt ermöglicht es, Dehnungen zu erreichen, die ohne ihn schlicht nicht möglich wären.
  • Eine leichte Decke ist ideal für die Entspannungsphase am Ende der Übungseinheit, wenn der Körper abkühlt und eine wohlige Wärme einfach guttut. Aber auch bei Vorwärtsbeugen im Sitzen, wie die Rumpfbeuge können sie zusammengefaltet eine gute Sitzhilfe sein.

Fazit: Gut muss nicht teuer sein

Yogamatten müssen nicht mega teuer sein. Aber sie sollten unbedingt rutschfest und schadstoffarm sein und für deine Körpergröße passen. Alles andere ist Geschmacksache.

Wenn du gerade am Anfang stehst und noch nicht weißt, ob Yoga wirklich etwas für dich ist, fang ruhig mit einer günstigeren Matte an. Wenn du merkst, dass du regelmäßig übst und Yoga ein fester Teil deines Alltags wird, dann lohnt sich die Investition in eine hochwertigere Matte auf jeden Fall.

Und falls du noch keinen Übungsplan hast: Mit dem MondYoga-Kalender bekommst du passend zum jeweiligen Mondzeichen immer die richtigen Asanas vorgeschlagen. Damit weißt du nicht nur, welche Matte du benötigst, sondern auch, was du damit anfangen kannst.

Berühmte letzte Worte

Wenn du meine Seite schon länger kennst, hast du bei diesem Artikel vielleicht ein Déjà vu. Und das aus gutem Grund! Denn es gibt eine Urform von diesem Artikel aus dem Jahr 2013, der nun von diesem runderneuerten Post aufgegangen ist.

Stay tuned!


Text: Yogamatten – Darauf solltest du beim Kauf unbedingt achten! ©mondyoga.de
Alle Fotos: YYogamatten – Darauf solltest du beim Kauf unbedingt achten! ©mondyoga.de teilweise unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Canva.com

Zusammenfassung
Yogamatten - Darauf solltest du beim Kauf unbedingt achten!
Artikel Name
Yogamatten - Darauf solltest du beim Kauf unbedingt achten!
Beschreibung
Es gibt auf dem Markt eine große Auswahl an Yogamatten. Auf diese Kriterien solltest du beim Kauf unbedingt achten, denn gute Matten müssen nicht teuer sein
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