Hormonyoga – Was ist das eigentlich und wo kann ich das lernen?

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hormonyoga erklärung

Als ich vor Jahren zum ersten Mal den Begriff Hormonyoga gehört habe, wusste nicht, was ich davon halten soll. Und wie das manchmal so ist, habe ich es dann wieder aus den Augen verloren. 
In den letzten Wochen bin ich häufiger nach meiner Meinung zu diesen speziellen Yogasequenzen gefragt worden. Nachdem ich sehr viel darüber gelesen habe, möchte euch in diesem Artikel meinen Eindruck und meine Meinung über Hormonyoga berichten.

Denn es ist durchaus interessant, sich einmal damit auseinanderzusetzen.

Hormonyoga – Was ist das eigentlich?

Was ist eigentlich Hormonyoga und wo kann ich das lernen?

Brasilien ist nicht nur das Land des Samba und sonstigen heißen Rhytmen. Hier steht auch die Wiege des Hormonyogas.
Denn erfunden wurde es von der 1932 geborenen Brasilianerin Dinah Rodrigues, diplomierte Philosophin, Psychologin und Yogalehrerin. Nach ihren eigenen Angaben haben ihr spezielle Asanas besonders gut über durch die Wechseljahre geholfen. Und so begann sie 1990 mit der von ihrer entwickelten hormonellen Yogatherapie. 

Was ist Hormonyoga nun genau?

Bei Hormonyoga handelt es sich nicht um einen Yogastil, sondern um ein ganzheitliches Übungssequenz. Es beinhaltet eine ausgefeilte Kombination aus Körperübungen des Hatha-Yoga, Atemtechniken und Energielenkung sowie Visualisierungen. Soweit ich gehört habe, werden immer die gleichen Asanas in der gleichen Abfolge mit festgelegten Atemzyklen geübt. Dabei sind die Yogaübungen zum Teil ein wenig von den üblichen bekannten Haltungen abgewandelt.
Wichtig ist in jeder Haltung der Einsatz der Pranayamas Bhastrika (Reinigungsatmung) und dem Ujjayi . 
Mit dieser kombinierten Technik wird versucht, die weiblichen Drüsen und Organe, wie Eierstöcke und Schilddrüse zu aktivieren. Somit soll die Hormonproduktion harmonisiert und optimiert werden.

Hormonyoga richtet sich hauptsächlich an

  • Frauen mit Wechselbeschwerden
  • Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch
  • und Frauen mit Menstruationsproblemen.

Ist die Wirkung wissenschaftlich erwiesen?

Dinah Rodrigues führte 1993 auf eigene Kosten eine medizinische Studie durch, um die Wirkung von Hormon-Yoga nachzuweisen. Laut ihren Angaben konnte bei den Probandinnen der Hormonspiegel auf bis zu 200 Prozent angehoben werden.
Wissenschaftlich belastbar ist diese konkrete Studie und ihr Ergebnis leider nicht.
Allerdings gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse über Yoga und seine positive Wirkung auf die Ausschüttung von Stresshormonen und Cortisol-Werten.

Ganzheitlich betrachtet könnte man also schon davon ausgehen, dass Frau Rodrigues mindestens ein bisschen Recht hat.

Wie praktiziert man Homonyoga?

Leider habe ich noch nie einen entsprechenden Kurs besucht, so dass ich euch ganz genau von meinen persönlichen Erfahrungen berichten könnte.
Im Netz gibt es etliche Beschreibungen und Videoclips zu sehen. Aber besonders beeindruckend fand ich diesen Artikel auf Brigitte.de. Ich empfehle ihn dir deswegen, weil hier zehn kurze Clips zu sehen sind, in denen Dinah Rodrigues zehn Asanas aus dem Hormonyoga vorführt.
Was mir bei der Ausführung auffällt ist, dass die Asanas einen eher dynamischen Charakter haben und das die Atmung sehr im Mittelpunkt steht. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Ujjayi-Atmung immer sehr laut und kräftig sein muss.

Was mir aber noch auffällt und mich wirklich mit Staunen erfüllt ist, wie gelenkig und agil diese feine Lady trotz ihres Alters ist!

Für wen ist Hormonyoga geeignet?

Im Prinzip ist Hormonyoga für jede Frau geeignet – und auch für jeden Mann! Denn die haben schließlich auch Hormone.
Und eigentlich sind keine Vorkenntnisse nötig. Allerdings halte ich es von Vorteil, wenn du schon einmal Yoga gemacht hast. Denn so kannst du dich vollends auf die besondere Atemtechnik und die Energielenkung konzentrieren.

Vorsicht ist geboten, wenn du unter:

  • Brustkrebserkrankung oder einer anderen hormonbedingten Krebsart,
  • Endometriose,
  • Schwangerschaft,
  • Osteoporose,
  • Herz-Kreislauf-Erkrankung
  • oder Schilddrüsenüberfunktion leidest.

Im Zweifelsfall spreche bitte vorher mit deinem Arzt.

Meine persönliche Meinung zu Hormonyoga

Auch wenn die Wirkung von Hormonyoga (noch) nicht wissenschaftlich untermauert ist, bin ich davon überzeugt, dass diese Übungssequenzen einen positiven Einfluss auf den Hormonhaushalt der Praktizierenden haben können.

Andererseits halte ich persönlich nicht so viel davon, Asanas lediglich nur wegen einem einzigen körperlichen Aspekt zu üben. Es gibt Asanas, die das Abnehmen begünstigen oder gut für den Rücken sind. Aber für mich lebt Yoga davon, den Menschen als Ganzheit zu sehen.
Auch, wenn ich mich zum Beispiel für eine Zeitlang auf eine Stärkung des Rückens konzentrieren möchte, ist es dennoch wichtig, dazu Asanas für die Oberarme oder die Unterschenkel miteinzubeziehen.
Aber bei starken und belastenden Beschwerden, zum Beispiel in den Wechseljahren, könnte ein Kurs in Hormonyoga eine große Hilfe darstellen.

Im Übrigen wirken aber auch ganz normale Asanas aus dem Hatha Yoga auf das Hormonsystem. Zum Beispiel der Schulterstand oder die Kopf-zum-Knie-Streckung. Aber womöglich ist hier die Lenkung der Energie auf das Hormonsystem nicht so sehr im Vordergrund.

Zum Schluss noch ein Buchtipp:

Leider ist es im Moment gar nicht möglich, Yoga-Kurse zu besuchen. Aber bestimmt hilft dir dieses Buch weiter:

hormonyoga

Hormon-Yoga: Das Standardwerk zur hormonellen Balance in den Wechseljahren von Dinah Rodrigues

In diesem Buch gibt Dinah Rodrigues eine Übersicht über den Ablauf der Wechseljahre. Sie erklärt die Übungssequenzen mitsamt den Pranyamas. Außerdem gibt es auch noch Tipps für eine gesunde Lebensführung.

Berühmte letzte Worte:

Jetzt würde es mich natürlich brennend interessieren, wer von euch schon einmal Erfahrungen mit Hormonyoga hat machen können!
Erzählt es mir in einem Kommentar oder per Kontaktformular oder auf meiner Facebookseite oder oder oder.

Vorschau auf die nächten Artikel

Am Donnerstag bin ich auf meinem Blog Sabienes Welt wieder mit den Linktipps der Coolen Blogbeiträgen an der Reihe.
Die Asana des Monats März wird hier pünktlich am Montag, den 1. März erscheinen.

Bleibt gesund!

 


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Text: Hormonyoga – Was ist das eigentlich und wo kann ich das lernen? ©mondyoga.de
Alle Fotos: Hormonyoga – Was ist das eigentlich und wo kann ich das lernen? ©mondyoga.de unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Brooke Campbell / Unsplash

Zusammenfassung
Hormonyoga - Was ist das eigentlich und wo kann ich das lernen?
Artikel Name
Hormonyoga - Was ist das eigentlich und wo kann ich das lernen?
Beschreibung
Was ist eigentlich Hormonyoga? Für wen ist diese Übungssequenz geeignet und wie und wo kann ich das lernen? Eine kurze Information.
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