
Die Stockhaltung ist kein „einfaches Sitzen“ . Es handelt sich hier um eine aktive Neutralhaltung, die zwischen intensiveren Asanas wie ein Ankerpunkt wirkt. Sie zeigt dir, wie viel Körperbewusstsein im scheinbar Schlichten stecken kann.
Und im Übrigen ist dieses Sitzen gar nicht so einfach und höchstens für Zweijährige auf längere Zeit angenehm.
Die Stockhaltung – So wird sie ausgeführt:

- Du sitzt auf deiner Yogamatte
- Deine Beine sind lang ausgestreckt
- Die Zehen sind in Richtung Oberkörper gestreckt
- Deine Hände liegen neben dem Gesäß
- Deine Wirbelsäule ist lang und neutral (=nicht angespannt)
- Dein Oberkörper ist wie ein Stock (=Danda)
- Deine Finger drücken fest in den Boden
- Bleibe 10-20 Sekunden in dieser Stellung und bleibe ruhig
- Dann löse diese Haltung auf, schüttle Arme und Hände, bewege die Beine und führe nun vorsichtig eine Rumpfbeuge im Sitzen aus
Anmerkung zur Stockhaltung
Diese Asana ist ähnlich wie der Berg (Tadasana) eine wunderbare Methode, um sich für folgende Asanas zu zentrieren. Und da es sich um eine sitzende Asana handelt, bereitet sie dich bestens auf alle Vorbeugen vor, die wir aus einer Sitzhaltung heraus ausführen.
Wenn dir diese Stockhaltung Probleme bereitet, dann setze dich auf die Kante einer gefalteten Decke. Wahrscheinlich wirst du sie dann bei der folgenden Vorbeuge auch noch gut gebrauchen können.
So machst du es richtig:
- Ziehe mit den Händen deine Pobacken ein wenig auseinander, so dass du richtig auf den Sitzbeinhöckern sitzt
- Achte darauf, dass dein Rücken gerade bleibt und du nicht in einen Rundrücken fällst
- Deine Füße und Beine sollen die ganze Übung hindurch aktiviert bleiben
- Behalte die Spannung in den Händen bei
- Diese Asana hat einen meditativen Charakter. Bleibe also ruhig in der Gegenwart präsent.
Variation:

Strecke in der Stockhaltung beide Arme gerade nach oben. Dabei kannst du die Finger ineinander verschränken und die Handflächen zur Decke drehen. Mit dieser Variation streckst du deine Wirbelsäule maximal.
Die Stockhaltung ist eine Asana für:
- einen kräftigen Rücken,
- Dehnung der Wirbelsäule,
- stärkt die Oberschenkelmuskeln,
- Dehnung der Rückseite der Beine,
- eine Aktivierung der Verdauung
- Verbessert die Körperhaltung
Kontraindikationen
Wenn du Rückenschmerzen, besonders in der Lendenwirbelsäule hast oder unter Problemen mit den Handgelenken leidest, ist die Asana nichts für dich. Das gilt leider auch bei Schmerzen im Schultergürtelbereich
Im Zweifelsfall frage deinen Arzt, Yogalehrer oder Therapeuten
Kurz und knapp
- Sanskritname: Dandasana
- Deutsche Bezeichnung: Stockhaltung, Stockpose
- Chakra: Wurzel-Chakra, Solarplexus-Chakra, Kehl-Chakra
- Typ: Streckung
- Körper: Stärkung und Dehnung der Wirbelsäule, Stärkung und Dehnung der Beinrückseite
- Geist: Fördert Präsenz und Achtsamkeit
- Kontraindikation: Schmerzen im Rücken und Schultern, Probleme mit den Handgelenken
- Mondzeichen: Stier, Zwillinge, Krebs, Jungfrau, Skorpion, Wassermann,
- Bereitet vor: Sitzender Held (Virasana), Schmetterling (Baddha Konasana),
- Wird gefolgt von: Rumpfbeuge im Sitzen (Paschimottanasana), Kopf-zum-Knie Streckung (Janu Sirsasana),
- Empfohlene Hilfsmittel: Yogadecke
Text: Die Stockhaltung (Dandasana) – Mehr als eine einfache Sitzhaltung ©mondyoga.de
Alle Fotos: Die Stockhaltung (Dandasana) – Mehr als eine einfache Sitzhaltung ©mondyoga.de mit Hilfe von KI


