Mabon und Yoga: Zeit für Balance, Übergang und Rückzug

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Mabon und Yoga: Zeit für Balance, Übergang und Rückzug
Mabon ist ein schönes Jahreskreisfest, um wieder in die Balance zu kommen!

Erinnerst du dich noch?
Im August 2024 habe ich auf dieser Plattform meinen ersten Artikel zum Thema Jahreskreisfeste und Rituale veröffentlicht.
In den Folgeartikeln zu dieser Kategorie ging es 12 Monate lang um die Gestaltung der Rituale und nur am Rande um Yoga. Nach einem vollständigen Jahreskreis habe ich dir die mythologischen Hintergründe dieser Feste erzählt. Denn ich finde, es ist wichtig zu wissen, worum es bei den einzelnen Festen überhaupt geht.
Doch nun wird alles anders. Ab jetzt bleibe ich bei dem, was ich am besten kann: Yoga. Die einzelnen Rituale bleiben natürlich bestehen und du kannst sie einflechten, wie du möchtest. Als Yogablog kümmere ich mich aber ab sofort um die Asanas, die zu dem jeweiligen Thema der Rituale passen.

Diese Artikelreihe beginnt wie gewohnt mit dem Fest Mabon.
Also jetzt.

Mabon? Um was ging es da gleich wieder?

Mabon bezeichnet den Zeitpunkt der Herbst-Tagundnachtgleiche. Dabei handelt es sich um ein astronomisches Ereignis, das ziemlich genau am 23. September stattfindet. An diesem Tag, der auch Äquinoktium genannt wird, haben Tag und Nacht die gleiche Länge. Dieses Datum markiert auch den Beginn der Zeit des dritten Erntefests. Das bedeutet, dass nun vor dem Winter die Ernte komplett eingefahren ist. Wir haben nun Zeit und Muße, um auf das Geleistete zurückzublicken.

Mabon und Yoga: Zeit für Balance, Übergang und Rückzug

Beim MondYoga betrachten wir die Feste im Jahreskreis nicht durch Rituale, sondern durch ihre energetische Qualität und die dazu passenden Asanas. Für Mabon sind das drei: Balance, Übergang und Rückzug.

Ardha Chandrasana (Halbmond) – Balance

Mabon Yoga Schulterbruecke Halbmond Ardha Chandrasana
Mein Tipp: Stütze die untere Hand auf einen Yogablock!

Beim Halbmond (Ardha Chandrasana) stehst du auf einem Bein. Eine Hand hast du am Boden, die andere streckst du nach oben. Für diese Asana brauchst du etwas Mut, ein gutes Gleichgewichtsgefühl und die Kraft aus deiner inneren Mitte. Eine solche Übung passt sehr gut zum Prinzip der Tagundnachtgleiche. An diesem Tag ist nämlich alles für kurze Zeit im Gleichgewicht. Wir lernen: Balance ist kein Dauerzustand, man muss sie sich immer wieder neu erarbeiten. Und an Mabon werden wir daran erinnert.
Und bei der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche (Ostara) erneut.

Setu Bandhasana (Schulterbrücke) – Übergang

Mabon und Yoga Schulterbrücke
Es geht weiter mit einer schönen, entspannenden Asana

Die Schulterbrücke (Setu Bandhasana) ist eine typische Haltung für einen Schwellentag wie Mabon. Aus der Rückenlage hebst du dein Becken, sodass deine Muskeln vom Nacken bis zu den Knien aktiviert sind. Damit baust du im wörtlichen Sinne eine Verbindung zwischen zwei Punkten. Im übertragenen Sinne symbolisiert dies den Übergang von der hellen in die dunkle Jahreshälfte. Die Schulterbrücke öffnet dabei die Vorderseite des Körpers, also Brust und Bauch, während der Rücken die Last trägt.
So fühlt sich ein gelungener und sicherer Übergang an: offen, getragen und achtsam.

Balasana (Kindshaltung) – Rückzug

Balasana (Kindshaltung) – Rückzug
Bei der Kindstellung gehörst du dir ganz allein

Nach Balance und Übergang folgt nun der Rückzug. Die Kindstellung (Balasana) richtet deinen Körper nach innen. Dabei sinkt die Stirn zum Boden und die Arme liegen entweder lang nach vorne oder neben dem Körper. Es ist eine Haltung, die dich zur Ruhe einlädt und zum Innehalten. Mit Mabon beginnt die Zeit, in der sich die Natur zurückzieht. Balasana übt das im Kleinen: einmal nicht nach außen strecken und in alle Richtungen agieren.
Du ziehst dich zurück und bleibst ganz bei dir.

Mabon und Yoga oder: Warum Yoga ein Hauptbestandteil der Jahreskreisfeste ist

Im Laufe der letzten Jahre hat sich die Ritualszene stark verändert. Aus den unterschiedlichsten Gründen ist es vielen Menschen kaum noch möglich, Rituale in der Natur abzuhalten. Inzwischen begehe auch ich meine Rituale lieber in den eigenen vier Wänden.
Das ist natürlich schade.
Andererseits hat man dadurch die Chance, Yoga viel stärker in das Geschehen mit einzubinden, als wenn man es auf einem unebenen Waldboden versucht. Es steht dir natürlich frei, deine Yogasequenz um ein schönes Ritualgeschehen zu erweitern. Anregungen findest du in meinen früheren Artikeln über Mabon. Aber auch dieses ganz frisch erschienene Buch Mabon: The Autumn Equinox von Amy Cesari kann ich dir nur empfehlen.

Du kannst dich aber auch auf die vorgestellten Asanas konzentrieren.
Der Geist von Mabon bleibt dir auf jeden Fall erhalten.
Ich wünsche dir ein wunderbares Mabon mit einer tollen Yogastunde!


Text: Mabon und Yoga: Zeit für Balance, Übergang und Rückzug ©mondyoga.de
Alle Fotos: Mabon und Yoga: Zeit für Balance, Übergang und Rückzug ©mondyoga.de teilweise unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Canva.com, die Artikelbilder entstanden mit Hilfe von KI


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