*Der Artikel zum Thema Impostersyndrom enthält Amazonlinks*

Der März hatte ein Thema, das mich gleich mehrfach eingeholt hat: mein Impostersyndrom.
Ich dachte, wir kennen uns inzwischen gut genug, um uns aus dem Weg zu gehen. Aber nein. Es stört. Es hält mich von einem selbstbestimmten Leben ab.
Also reden wir heute darüber.
Impostersyndrom? Was ist das?
Ganz einfach gesagt: Du bist gut in dem, was du tust, aber du glaubst es selbst nicht. Du hast das Gefühl, eigentlich gar nicht so kompetent zu sein, wie andere denken. Und irgendwann werden sie es merken.
Du bist ein Hochstapler.
Ein Imposter!
Der Begriff Impostor oder Imposter (deutsch Schreibweise) wurde 1978 von den Psychologinnen Pauline Clance und Suzanne Imes geprägt. Schätzungen zufolge kennt es etwa 70 Prozent aller Menschen, häufig sind es Frauen. Siebzig! Das ist fast jeder. Und trotzdem schweigen die meisten darüber und beteiligen sich fleißig am Imposter-Bullshit-Bingo.
Typisches Imposter-Bullshit-Bingo:
„Ich habe einfach nur Glück gehabt.“
oder:
„Die anderen sind viel besser als ich.“
oder:
„Hoffentlich merken die nicht, wie blöd ich bin!“
Kommt dir das bekannt vor? Mir leider schon. Sehr.
Wie entsteht es?
Es gibt selten den einen Grund. Übertriebener Perfektionismus spielt eine große Rolle. Und wer sich hohe Standards setzt, neigt dazu, eigene Leistungen kleinzureden. Auch neue Rollen und öffentliche Sichtbarkeit können es auslösen. Und dann ist da noch der ewige Vergleich mit anderen: Wir sehen bei ihnen nur die Highlights, nie die Zweifel dahinter. Die haben die nämlich auch.
Was ich im März trotz Impostersyndrom gelernt habe:
Hier sind drei Momente aus dem Monat März, in denen sich mein Impostersyndrom lautstark gemeldet hat:
Impostersyndrom im Kundengespräch
Anfang März war hatte ich ein großes und wichtiges Kundengespräch. Im Vorfeld hatte ich große Angst vor diesem Termin. Denn ich befürchtete, dass mein Gegenüber zwei Dinge realisiert:
- Ich bin eine Hochstaplerin, denn ich habe wahrscheinlich viel zu wenig technische Kompetenz
- Ich bin mit Mitte 60 zu alt für solche Aufgaben.
Das war alles Quatsch mit Soße. Ich war weder zu unfähig, noch zu alt. Und ich wurde zu einem 2. Termin eingeladen!
Eine Imposterin auf der Autobahn
Ich fahre nicht gerne auf der Autobahn, schon gar nicht auf der A3 bei schlechtem Wetter. Aber für das 2. Kundengespräch blieb mir nichts anderes übrig. Meine größten Befürchtungen waren diesmal:
- Wenn ich da ankomme, bin ich total mit den Nerven runter
- Und dann bin ich total unkonzentriert und verpeilt.
Das hat wieder nicht gestimmt. Ich war am Ziel ruhig und konzentriert und bewies meinen Kunden die nötige Kompetenz
Frau Imposter an der Ladesäule
Auf der Rückfahrt bin ich noch schnell bei IKEA vorbei und musste dort mein Auto laden. Normalerweise erledige ich das ganz prima von zu Hause. Aber da der Akku meines Autos schon ziemlich leer war, habe ich mein Glück mit einer handelsüblichen Ladesäule probiert.
Das klappt natürlich nicht gleich auf Anhieb. Aber bei dieser Gelegenheit habe ich nicht nur viel über die Hilfsbereitschaft anderer E-Auto-Besitzer gelernt, sondern auch über die Installation und Einrichtung von Apps im Hagelschauer mit eiskalten Fingern.
Und laden kann ich nun auch!
So wirst du das Impostersyndrom los!

Wichtig:
Das Impostersyndrom ist lediglich ein Gefühl. Und Gefühle kann man hinterfragen.
- Diese innere Stimme, die lauter Dummheiten von sich gibt, kommt nicht von ungefähr. Vielleicht hast du sie zuallererst bei deinen Eltern gehört, einem früheren Partner oder schlechten Lehrern. Früher bist du ihr brav gefolgt. Nun musst du ihr aber nicht mehr gehorchen!
- Darüber reden. Das Impostersyndrom liebt die Stille. Sobald du darüber sprichst schrumpft es. Oft hörst du dann: „Oh Gott, das kenne ich auch!“
Das hilft wirklich. - Fakten sammeln. Ein kleines Erfolgstagebuch, in das du aufschreibst, was dir gelungen ist und freue dich über die Wunderwirkung.
Buchtipp zum Thema Impostersyndrom:
Heute hör ich auf zu zweifeln: Überwinde dein Imposter-Syndrom und glaub an dich von Sarah Desay
In diesem Buch werden die zwei belastenden Ausprägungen des Syndroms beleuchtet: den stillen Rückzug, bei dem Träume unerfüllt bleiben, und den erschöpfende Überlebensmodus, der Erfolg in nervenaufreibenden Druck verwandelt.
Mit Hochstapler-Syndrom-Selbsttest und vielen praktischen Übungen
- Preis Stand März 2026: 15,99 € (Kindle), 18,00 € (Paperback)
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Yoga hilft, Mudra auch
Hand auf’s Herz: Hast du auch manchmal mit dem Impostersyndrom zu tun? Dann könnten dir folgende Asanas und Mudras helfen:
Der Adler (Garudasana)

Selbstbewusstsein und Selbstwert könnten die zusätzlichen Namen der Garudasana sein. Denn Adler sind so. Mehr zu dieser starken Asana findest du hier in meinem Blogartikel.
Der Sitzende Held

Also, wenn dir ein Held nicht helfen kann, dein Selbstbewusstsein zu stärken, dann weiß ich auch nicht! Hier gehts zur Heldenanleitung auf MondYoga
Vajrampradama Mudra

Die Vajarampradama Mudra wird auch als das „Siegel der unerschütterlichen Zuversicht“ bezeichnet.
Anleitung:
Sitze aufrecht auf einem Stuhl. Halte die Hände 5-10 cm vor deinem Brustbein. Die Finger beider Hände werden leicht miteinander verschränkt. Die Kuppen der Zeigefinger berühren sich. Die Daumen sind nach vorne oder oben gestreckt.
Atme nun tief und gleichzeitig und visualisiere, wie dich beim Ausatmen aller Zweifel und jede Versagensangst verlässt.
Wenn du noch mehr über Mudras wissen willst, dann besuche gerne meinen Blogartikel Mudras – Kleine Gesten, große Wirkung.
Berühmte letzte Worte
Du siehst, dass ich im März rund um das Impostersyndrom eine ganze Menge gelernt habe. Die Beschäftigung und Überwindung hat mir viel gebracht. Egal, ob im Job, beim Hauen und Stechen auf der Autobahn oder der Bedienung moderner E-Säulen habe ich ein Plus an Selbstbewusstsein gewonnen. Dazu kam dann auch noch ein Achtungserfolg bei meinen Männern.
Nun bin ich sehr froh, dass ich nicht zurückgeschreckt habe, mich diesen Anforderungen zu stellen. Und fühle mich in vieler Hinsicht regelrecht befreit.
Schreibe mir, wenn du dir auch einmal auf diese Weise selbst im Weg gestanden bist!
Text: Impostersyndrom, Kompetenz und Ladesäulen: Gelernt im März ©mondyoga.de
Alle Fotos: Impostersyndrom, Kompetenz und Ladesäulen: Gelernt im März©mondyoga.de teilweise unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Canva.com und mit KI
Wichtige Quelle: Artikel auf brandeins
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