Yogapause gemacht? So klappt der Neustart!

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  • Beitrag zuletzt geändert am:15. Februar 2026

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Yogapause gemacht? So klappt der Neustart!
So geht’s nach einer Yogapause wieder weiter!

Manchmal rollt sich die Yogamatte fast von selbst aus.
Doch plötzlich bleibt sie unangetastet für Tage, Wochen oder sogar Monate in der Ecke stehen und staubt vor sich hin. Sowas kann passieren! Denn Familie, Job, Krankheit oder einfach nur eine verflixte „Shit-happens-Phase“ können deine komplette Energie und Aufmerksamkeit beanspruchen. Eine solche Pause ist natürlich nicht ideal. Das ist aber egal. Denn viel wichtiger ist es, dass du wieder in deine Yogaroutine oder Yogaflow zurückfindest.

Aber damit sich deine Matte wieder ausrollt, brauchst du ein bisschen Disziplin, aber auch viel Ehrlichkeit dir selbst gegenüber.
Und wie immer auch ein wenig Achtsamkeit.

In diesem Artikel gebe ich dir Tipps, wie dir dein Neustart in deinen Yogaflow gelingt. 

Was passiert mit deinem Körper während einer längeren Yogapause?

Mit einer längeren Pause meine ich einen Zeitraum von mehreren Übungseinheiten. Wenn du normalerweise dreimal pro Woche übst, dann aber drei Wochen pausierst, hast du neun Einheiten verpasst. Übst du nur einmal pro Woche, ist nach neun geschwänzten Einheiten bereits ein Vierteljahr vergangen.
Das ist schon ein bisschen lang.
Wenn du also nach einer längeren Pause wieder Yoga machst, wird dein Körper erstmal rebellieren. Das ist natürlich völlig normal, trotzdem solltest du darauf Rücksicht nehmen.
Aber was genau ist passiert und wo?

Körperliche Reaktionen

Deine Muskeln haben während der Yogapause etwas Spannung und Kraft verloren. Wenn du nun wieder trainierst, können sie mit einem Muskelkater reagieren. Das gilt im Grunde genauso für die Faszien, also das Bindegewebe, dass deine Muskeln, Bänder und Co. umhüllt.
Du könntest nun auch automatisch weniger gelenkig sein, als vor der Pause. Sei also vorsichtig mit Asanas wie Pflug oder Kamel. 
Außerdem ist dein Gleichgewicht vielleicht reduziert, was dich bei Asanas wie Baum oder Tänzer extrem nerven kann. 

Abhilfe:

Verwende nun für einen Neuanfang vermehrt Hilfen wie Blöcke, Kissen, Bolster, gefalltete Decken oder einen Yogagurt. Lese dazu unbedingt auch noch meinen Artikel über Schmerzen beim Yoga.

Reaktionen des Nervensystems

Dein Nervensystem kann nun plötzlich sehr sensibel auf alle Reize reagieren. Und dein Paraympathikus muss erst mal wieder „wach“ werden, um Entspannung zuzulassen.
Wundere dich nicht, wenn dir plötzlich selbst vertraute Asanas plötzlich völllig fremd erscheinen

Abhilfe: 

Die Fähigkeit zu entspannen kann man wie einen Muskel trainieren. Lege dein Hauptaugenmerk auf Pranayamas oder meditative Asana, wie die Totenstellung (Shavasana) 
Lass dich dazu gerne von Yogamusik in das Reich der Entspannung begleiten. 

Hier geht’s entspannt zu: Die Shavasana

Das passiert dir seelisch und geistig nach einer Yogapause

Mach dir nichts draus, wenn du frühere Fähigkeiten scheinbar verloren hast. Das Muskelgedächtnis deines Körpers hilft dir, sie wieder zu erlangen. 
Lasse Ungeduld und Frust gar nicht erst zu. Du weißt ja: beim Yoga geht es nicht um Goldmedaillen. 
Es geht um dich. 

Auch 5 bewusste Atemzüge ist auch sowas wie Yoga

Yogapause und Neustart – Mit diesen Asanas machst du es dir leicht

So gelingt der Neustart nach einer Yoga-Pause

Du bist in einem Yogakurs oder hast dich wieder für einen Kurs angemeldet? Super! Dann wird dir der Neustart leicht fallen.
In diesem Fall könnte es auch ausreichen, wenn du lediglich die folgenden zehn Zeiten überfliegst.
Oder lese sie trotzdem. Es schadet ja nicht.  

Der Sonnengruß: Perfekt nach einer Yogapause!

Sonnengruß und Yogapause
Mit dem Sonnengruß macht das Üben wieder Spaß!

Die einfachsten Lösungen sind meist die besten. Wenn du möchtest, dass Yoga wieder ein Teil von dir wird, dann empfehle ich dir ganz schlicht und einfach den Sonnengruß (Surya Namaskar). Die einzelnen Haltungen in diesem bekanntesten Yogaflow der Welt sind mehr oder weniger einfach und du musst sie nicht besonders lange halten. Zudem gewöhnst du dir wieder eine achtsame, gleichmäßige Haltung an. 
Beginne mit einem Sonnengruß, am besten am Morgen. Steigere im Laufe der folgenden Tage deine Wiederholungen und du wirst feststellen, dass er dir immer leichter fällt. 

Yoga ist immer noch ein Teil von dir!

Diese Asanas machen dir den Neustart leicht:

Für den Neustart eignen sich erdende und ruhige Haltungen. Am besten suchst du dir für den Start Asanas, die du gut kannst und gerne ausführst.
Die großen Herausforderungen laufen dir nicht davon.

Ich empfehle dir folgende Übungen: 

Paschimottanasana Teil 2
Die Rumpfbeuge (Paschimottanasana) hilft dir, wieder in den Yogaflow zu kommen

Garantiert hast du nach nur wenigen Übungsstunden dein Defizit wieder aufgeholt und kannst dir wie gewohnt deinen Yogaflow nach dem MondKalender zusammenstellen.

So entwickelst du deine eigene Routine

Eine Routine macht dir vieles leichter. Sie lässt dich nicht lange über den Sinn oder Unsinn des Yoga nachdenken. Du bist in der Handlung drin und deine Yogamatte hat sich wieder von selbst ausgerollt.
Aber wie etabliert man eine Routine?

66 ist das neue 21

Früher hieß es immer, dass man etwa 21 Tage benötigt, um eine neue Routine zu etablieren. Dies ist aber nun endlich überholt. Heutzutage spricht man von etwa 66 Tagen, je nachdem, um wie aufwendig die Routine ist, die man sich angewöhnen will. 
Aber auch dies ist wirklich nur grober Wert, die dir eine ungefähre Orientierung bieten soll.

How to Routine:

Es gibt viele gute Methoden, mit deren Hilfe du dir neue Routinen angewöhnen kannst.
Eine populäre Empfehlung ist, sich feste Zeitfenster zu etablieren. Übe also nach der Arbeit, wenn die Kinder in der Schule sind oder wenn das Baby seinen Mittagsschlaf macht.
Oder zu einem anderen für dich praktischen Zeitpunkt. Die
Ich muss meine Übungszeiten flexibler handhaben. Aber ich kann meine Yogamatte liegen lassen, damit sie mich an das Üben erinnert. So eine Möglichkeit ist natürlich ein Privileg, das nicht jeder hat. Du kannst es auch wie meine Yogafreundin machen. Sie lässt ihr wunderschönes Yoga-Journal immer sichtbar auf dem Wohnzimmertisch liegen. 

Übrigens: Auch in Sachen Routinen punkten Yogakurse ungemein! 

Die einfachsten Routinen sind die besten!

Yogapausen? Sowas hatte ich auch schon!

Auch ich habe bereits einige Yogapausen hinter mir. 
Meine letzte Pause begann im Dezember letzen Jahres und endete Mitte Januar. Ich gab verschiedene Gründe dafür. Meine Arbeitsbelastung war Ende des Jahres immens hoch und in der Kabine unserer Flusskreuzfahrtschiffes war kaum Platz für einen anständigen Sonnengruß. Danach war ich gesundheitlich nicht so fit. Aber jetzt bin ich wieder voll dabei. Mein Neustart fühlte sich an, wie heimkommen. 

Berühmte letzte Worte

15 Minuten Yoga sind immer noch besser, als gar kein Yoga!


Text: Yogapause gemacht? So klappt der Neustart! ©mondyoga.de
Alle Fotos: Yogapause gemacht? So klappt der Neustart! ©mondyoga.de und teilweise unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Canva.com

Zusammenfassung
Yogapause gemacht? So klappt der Neustart!
Artikel Name
Yogapause gemacht? So klappt der Neustart!
Beschreibung
Du hast eine Yogapause gemacht? Mit diesen Tipps für deinen Neustart bist du wieder ganz schnell in deinem Yogaflow, als hättest du nie ausgesetzt.
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