Interview mit dem Feierabendyogi

Wir Yoga-Praktizierende sind natürlich nicht allein, wir Blogger sowieso nicht. Deswegen möchte ich an dieser Stelle in unregelmäßigen Abständen Yoga-Freunde mit ihren Blogs oder Seiten vorstellen.
Den Anfang macht für heute Stephan Hochhaus, der selbst sehr anspruchsvolles Ashtanga Yoga betreibt und darüber in seinem Blog www.feierabendyogi.de schreibt.
Stephan hat sich mir für ein Interview zur Verfügung gestellt.


Wie lange schon praktizierst du Joga?

    Ziemlich genau seit dem 10. August 2007, also seit gut drei Jahren. Das weiß ich so genau, weil ich zwei Tage nach meiner ersten Stunde darüber gebloggt habe: http://www.yauh.de/article/84/ich-bin-ein-berg

    Wie bist du zu Joga gekommen?

      Ich hatte beruflich und privat eine Menge zu tun, war kurz davor 30 zu werden und habe mir daraufhin selbst verordnet, etwas gegen die Alterungserscheinungen meines Körpers und gleichzeitig etwas für meine geistige Ausgeglichenheit zu unternehmen. Da ich beruflich zu der Zeit viel unterwegs war, wollte ich gerne etwas machen, dass zur Not auch im Hotelzimmer Platz finden kann. Dank einiger Probleme mit meinem Knie schied Joggen aus, wofür ich eigentlich ganz dankbar bin, denn ich finde Laufen eher langweilig.

      Dann habe ich erfahren, dass meine Krankenkasse Yoga-Kurse fördert und ich habe mir ein eigenes Bild davon machen wollen. Irgendwie schlich sich dann Yoga Stück für Stück in meinen Alltag ein.

      Was gibt dir Joga?

        Seit ich Yoga praktiziere habe ich gefühlt weniger gesundheitliche Probleme. Die Knieprobleme sind nicht mehr aufgetreten, ebenso Kopf- und Rückenschmerzen, wie ich sie früher bisweilen hatte.

        Darüber hinaus strukturiert Yoga meinen Alltag. Es dient mir als Ruhepol um Kraft zu tanken und gedanklich loslassen zu können.

        Wie oft praktizierst du Joga?

          Bis auf Samstage und die Mondtage (also Voll- und Neumond) versuche ich täglich auf der Matte zu sein. In der Regel funktioniert das ganz gut, allerdings zähle ich auch die Tage, an denen ich nur ein paar Sonnengrüße mache dazu.

          Nach ein paar erfolglosen Versuchen am frühen Morgen findet meine Yoga-Praxis nahezu ausschließlich am Feierabend, meist nach 19 Uhr im heimischen Wohnzimmer statt.

          Bist du selbst Joga-Lehrer?

            Nein. Daher rate ich auch davon ab, dass jemand die Dinge, die ich auf feierabendyogi.de beschreibe nachmacht,.

            Hast du einen Joga-Lehrer, den du regelmäßig konsultierst oder bist du in einer Gruppe?

              Ich habe keinen richtigen Yoga-Lehrer und war auch nur in einem einzigen Kurs bisher, so dass meine Lehrer allesamt auf DVDs und in Büchern zu mir kommen. Dabei lande ich immer mal wieder bei David Swenson, da er eine sehr freundliche und unverbissene Art hat, Yoga zu erklären und zu praktizieren.

              Warum schreibst du einen Blog über Joga?

                Ich blogge schon seit einiger Zeit und im Rahmen einer Art Sinnkrise (siehe http://www.yauh.de/article/301/bloggen-ist-out-fuer-mich-im-moment) hat Mario von ich-mach-yoga.de in einem Kommentar den Grundstein gelegt.

                Bloggen gibt mir die Möglichkeit ein Tagebuch über meine Erlebnisse mit Yoga zu führen und gleichzeitig andere daran teilhaben zu lassen und vielleicht auch zu ermutigen und zu motivieren, es selbst zu versuchen. Das macht mir Spaß.

                Lebst du darüber hinaus nach bestimmten Joga-Regeln?

                  Ich habe mich mit den acht Gliedern des Ashtanga zwar beschäftigt, habe mein Leben aber nicht nach bestimmten yogischen Regeln oder Weisheiten ausgerichtet. Ich sehe jedoch zahlreiche Parallelen zum Christentum, gerade bei den Yamas und Niyamas, die ich so gut es geht berücksichtige, aber nicht speziell weil es Yoga ist.

                  Würdest du dich selbst als spirituellen Menschen bezeichnen?

                    Spirituell bin ich sicherlich, aber kein Freund der Esoterik. Ich bin jedoch sehr an katholischer Mystik interessiert.

                    Würdest du dich als sportlichen Menschen bezeichnen?

                      Obwohl ich unterschiedliche Sportarten probiert habe, war ich nie übermäßig sportlich. Allerdings war ich immer bemüht, mich ausreichend zu bewegen und einen Ausgleich zu schaffen für die viele Büroarbeit am Schreibtisch.

                      Betreibst du noch andere Sportarten?

                        Ich gehe ab und zu in ein Fitnessstudio und versuche dort etwas Sport zu machen. Yoga würde ich für mich jedoch nicht als Sport bezeichnen.

                        Hast du eine Lieblings-Asana?

                          Nein. Ich denke, gerade im Ashtanga Yoga, welches ich mir ausgesucht habe, gehören alle Asanas einer Serie gemeinsam dazu.

                          Welche Asana machst du gar nicht gerne?

                            Im Grunde mache ich alle Asanas gerne, da ich mir sicher bin, dass sie einen positiven Effekt auf mich haben. Natürlich fallen mir manche etwas schwerer, aber wenn ich zum Beispiel Utthita Parshvasahita hinter mir habe, dann freue ich mich umso mehr.

                            Vielen Dank für dieses Interview!

                            4 Kommentare zu “Interview mit dem Feierabendyogi”

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