Der Yoga Boom – Was ist an Yoga so schön?

  • Beitrags-Autor:
  • Beitrags-Kategorie:Yogawelt
  • Beitrags-Kommentare:2 Kommentare
  • Lesedauer:7 min Lesezeit
  • Beitrag zuletzt geändert am:23. Februar 2024

*Der Artikel zum Thema Der Yoga Boom enthält Amazonlinks*

Der Yoga Boom - Was ist das Schöne an Yoga?

Yoga boomt, Yoga wird gehypt, Yoga liegt im Trend! Aber was macht diese Disziplin aus den hintersten Winkeln von Indien für uns so besonders interessant?
Und dabei steigt Yoga in der Beliebtheitsskala immer stetig nach oben, nicht nur bei uns gutsituierten Bewohnern einer westlichen Hemisphäre.
Heute möchte ich der Frage nach dem Yoga Boom ein bisschen nachgehen. Dabei bin ich der Frage nachgegangen, warum Yoga eigentlich so schön ist. 

Der Yoga Boom – Was ist an Yoga so schön?

 

Der Yoga Boom - Was ist das Schöne an Yoga?

Yoga wird oft als eine ganzheitliche Praxis wahrgenommen, die nicht nur körperliche, sondern auch mentale und spirituelle Aspekte anspricht. Es gibt mehrere Gründe, warum wir Yoga als schön und bereichernd empfinden. Dabei ist es absolut unwichtig, wie gut wir die einzelnen Asanas beherrschen. (Oder wie wir dabei aussehen, wenn wir sie ausführen.)

  1. Ganzheitliche Wirkung: Yoga integriert Körper, Geist und Seele. Die Kombination von körperlichen Übungen (Asanas), Atemkontrolle (Pranayama) und Meditation kann dazu beitragen, das Gleichgewicht in diesen Bereichen zu fördern.

  2. Stressabbau: Yoga bietet eine Möglichkeit, Stress abzubauen und sich zu entspannen. Die Betonung auf bewusstem Atmen und das Praktizieren von Meditation können dazu beitragen, den Geist zu beruhigen und Stresssymptome zu reduzieren.

  3. Selbstakzeptanz: Yoga lehrt uns Selbstliebe und Akzeptanz. Indem du Yoga praktizierst, lernst du, deinen Körper zu schätzen und seine gegenwärtigen Fähigkeiten zu akzeptieren, anstatt dich auf Perfektion zu konzentrieren.

  4. Verbesserte Flexibilität und Stärke: Mit der Zeit kann Yoga deine körperliche Flexibilität und Kraft verbessern. Auch wenn du vielleicht nicht von Anfang an alle Posen perfekt beherrschst, kannst du die Fortschritte in deiner eigenen Flexibilität und Stärke sehen und spüren.

  5. Achtsamkeit und Gegenwärtigkeit: Yoga lehrt uns, im gegenwärtigen Moment zu sein und Achtsamkeit zu kultivieren. Dies kann dazu beitragen, Stress abzubauen und das Bewusstsein für die unmittelbaren Erfahrungen im Leben zu schärfen

  6. Gemeinschaft und Unterstützung: Die Yoga-Community kann ein unterstützendes Umfeld bieten, in dem Menschen unterschiedlicher Erfahrungsstufen zusammenkommen. Dies schafft eine Atmosphäre der Gemeinschaft und des Verständnisses.

  7. Yoga ist preiswert: Im Grunde ist Yoga preiswert, denn du brauchst kein überteuertes Equipment. Alles, was du brauchst, ist eine anständige Yogamatte. Der Rest ist Firlefanz

Die Schönheit von Yoga liegt nicht nur in der äußeren Perfektion der Posen, sondern auch in den inneren Erfahrungen, die es ermöglicht. Es ist eine persönliche Reise, die Raum für Wachstum, Selbstreflexion und Wohlbefinden schafft. Selbst wenn du Yoga noch nicht perfekt beherrschst, kann die Freude und Zufriedenheit, die du daraus ziehst, dazu beitragen, die Liebe zur Praxis zu fördern.

Yoga nervt aber auch oder: Die Nachteile des Yoga Boom

Ich betrachte diesen Yoga Boom als sehr positiv, weil ich der Meinung bin, dass Yoga den Menschen sehr viel Gutes schenkt.
Aber es gibt genau zwei Punkte, von denen ich extrem genervt bin:

Kommerzialisierung  und kulturelle Aneignung

Ein Yoga Shop

Ich bin der Meinung, dass Erscheinungen wie Kommerzialisierung und kulturelle Aneignung Hand in Hand gehen. Kulturelle Aneignungen, wie respektloser Umgang mit religiösen Insignien sind wirklich unsäglich. Und wir Westler sollten uns überlegen, wie es für uns wäre, eine Jesusfigur in einer Schüttelkugel zu sehen.
Oder auf einem Slip.
Dazu kommt der Kommerz mit dem Verkauf von unsinnigen Yogazubehör und Devotionalien für das Yogazimmer. Das ganze führt automatisch zu einer gewissen Oberflächlichkeit, die dem Geist des Yogas nicht gerecht wird.

Perfektion

Der Yoga Boom hat leider auch dazu geführt, dass es ein neues Berufsbild gibt, nämlich das der Yogamodels.
Dabei handelt es sich um bildschöne junge Damen und Herren, die häufig aus der Artistik- oder Balletecke kommen. Und diese legen dir einen Lotussitz hin, dass du über die Verknotungen nur staunen kannst. Und Instagram ist voll davon.
Diese Darstellungen wecken falschen und sehr gefährlichen Ehrgeiz!
Und das sieht alles schön aus, sorgt aber dafür, dass gerade Frauen und Männer, die diesen Idealen nicht entsprechen, sich an Yoga nicht herantrauen. Obwohl sie vielleicht davon sehr profitieren würden.
Wenn du jetzt vielleicht heimlich nickst, dann ist der Yogablog Curvy Yoga bestimmt interessant für dich.
Aber unter Umständen helfen dir die Anleitungen in dem Buch Yoga für Ungelenkige von Max und Liz Loewenstein weiter, das ich in diesem Artikel vorgestellt habe.

Wo viel Licht ist …

… ist viel Schatten.
Unter diesem Gesichtspunkt finde ich dann die Nachteile des Yoga Boom nicht ganz so schlimm. Ich denke, dass sich viele dieser Auswüchse auch von selbst entlarven.
Dennoch sind Booms, Trends und Hypes immer mit ein bisschen Vorsicht zu genießen.

Berühmte letzte Worte

Wie stehst du zu dem Yoga Boom? Siehst du die Entwicklungen gelassen oder mit Skepsis? Erzähle es mir!

Ich habe mir hier eine Woche Faschingsurlaub gegönnt, obwohl ich gar nicht im Fasching aktiv gewesen bin. Aber in der nächsten Woche wird hier die Asana des Monats März erscheinen.

Stay tuned


Text: Der Yoga Boom – Was ist an Yoga so schön? ©mondyoga.de
Alle Fotos: Der Yoga Boom – Was ist an Yoga so schön? ©mondyoga.de unter Verwendung von kostenlosen Stockfotos von Canva.com

Zusammenfassung
Der Yoga Boom - Was ist an Yoga so schön?
Artikel Name
Der Yoga Boom - Was ist an Yoga so schön?
Beschreibung
Seit etlichen Jahren erleben wir einen Yoga Boom und ich frage, was so schön an Yoga ist und was diese fernöstliche Disziplin so besonders macht
Autor

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Queen All

    Bei jedem Trend finden sich einige wenige, die darauf Profit schlagen wollen und einige viele, die das leider mit sich machen lassen.
    Wie du so schön schreibst, man braucht eigentlich nur eine Matte und sonst nichts. Wobei ich mir das Buch für Ungelenkige jetzt doch mal auf meinen Wunschzettel legen muss. Vielleicht sehen meine Übungen dann sogar irgendwann mal gut aus 😉

    1. Sabiene

      @Vanessa: Du kannst mit diesem Buch lernen, wie man sich in die Asanas „hineinarbeitet“. Und du kannst auch einfach mit dir selbst zufrieden sein!
      LG
      Sabiene

Schreibe einen Kommentar