Waldbaden – So kannst du diesen Trend für deine Yoga-Praxis nutzen

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  • Beitrag zuletzt geändert am:4. Mai 2022

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Waldbaden - So kannst du diesen Trend für deine Yoga-Praxis nutzen
So geht Waldbaden!

In den letzten Wochen stolperte ich immer wieder über den Begriff Waldbaden. Dabei hatte ich dann oft das Bild eines einladenden Waldsees vor Augen und vielleicht geht es dir dabei auch so.
Wenn mir etwas Neues mehr als dreimal „über den Weg“ läuft, sehe ich das für mich als ein Zeichen, dass ich mich näher damit auseinandersetzen sollte. Also habe ich die letzten sonnigen Wochen genutzt und ging einmal in den Wald.
Zum Baden.

Waldbaden – Was ist das überhaupt?

Waldbaden bedeutet nichts anderes, dass man gemütlich durch den Wald wandert. Dabei sollte man ohne Walkingstöcke, ohne Musik im Ohr und sonstige Ablenkung achtsam und bewusst gehen. Also in der gesunden Umgebung des Waldes baden.
Neu ist das natürlich nicht. Denn seit Generationen gehen Menschen im Wald spazieren und sind sich der wohltuenden Wirkung der Natur und der guten Luft bewusst. Aber inzwischen haben wir auch noch eine wissenschaftliche Begründung dafür.

Shinrin-yoku, das Wald(luft)bad

Anfang der achtziger Jahre führte das japanische Landwirtschaftsministerium ein großangelegtes Forschungsprogramm durch, um die medizinische Wirkung des Waldbadens nachzuweisen. Damit folgten sie einer alten Tradition, dem Shinrin-yoku, das Baden in der Luft es Waldes. Inzwischen gibt es in Japan etliche Zentren für Waldtherapie und Fachärzte, die sich in Waldmedizin fortgebildet haben.
Und nun ist endlich die Heilkraft des Waldes auch in Europa offiziell angekommen.

Die Terpene machen es möglich

Außer all den anderen guten Dingen, die uns die Natur zu bieten hat, können wir im Wald von den Terpenen profitieren. Dabei handelt es sich um Substanzen, die von allen Pflanzen abgesondert werden und man vermutet sogar eine gewisse Art der Kommunikation dahinter. Wenn wir diese Terpene atmen, haben sie einen positiven therapeutischen Effekt auf uns. Sie können sogar die sogenannten Killerzellen stärken und so unser Immunsystem stärken.
Angeblich geben Nadelwälder die größten Mengen an Terpenen ab.

Wo und wie kannst du Waldbaden?

Waldbaden kannst du überall dort praktizieren, wo es einen Wald gibt. Es werden natürlich auch Kurse in dieser Disziplin angeboten. Am Ende des Artikels habe ich dazu noch ein paar Tipps für dich.

Was musst du beim Waldbaden beachten?

  • Gehe achtsam und ruhig
  • Genieße die Stille in dir
  • Verlasse nicht die Waldwege. Die Tier- und Pflanzenwelt wird es dir danken
  • Die Länge deiner Wanderung hängt von deiner Kondition und von deiner Zeit ab
  • Nehme dir Wasser und einen kleinen Snack mit mache zwischendurch eine kleine Pause
  • Hinterlasse keinen Müll
  • Geht nicht in der Dunkelheit auf eine Waldwanderung
  • Du kannst nichts falsch machen. Bleibe einfach nur da im Hier und Jetzt.

Waldbaden – So kannst du diesen Trend für deine Yoga-Praxis nutzen

Waldbaden - So kannst du diesen Trend für deine Yoga-Praxis nutzen
Passt gut zu Yoga: Das Waldbaden!

Waldbaden kannst du sehr gut für deine Yoga-Praxis nutzen. Allein der Weg durch den Wald kannst du als Yoga-Übung betrachten, wenn du ihn in Achtsamkeit begehst.
Suche dir einen ruhigen Platz, der möglichst eben ist. Ich konzentriere mich hierbei auf Asanas, die ich im Stehen ausführen kann, weil es mir unsympathisch wäre, eine Yogamatte in den Wald mitzunehmen. Aber du darfst das natürlich tun, aber sei bitte vorsichtig mit Asanas, bei denen du auf dem Rücken liegst.

Das Waldbaden eignet sich natürlich unglaublich gut für Atemübungen (Pranayamas). Die meisten kann man im Stehen oder auf einem Baumstumpf, Bank oder ähnliches ausführen. Besonders gut tut natürlich die Reinigungsatmung, die ja im Moment die Asana des Monats ist. Aber auch die wechselseitige Nasenatmung und Shitali (kühlende Atmung) kann man hier prima üben.

Bei den stehenden Asanas bieten sich natürlich an: Rumpfbeuge,  Brunnen, Pendel und Dreieck. 

Asanas wie der Baum oder die Arm- und Beinstreckung erfordern ein gutes Gleichgewichtsgefühl. Überlege dir bitte, ob du sie wirklich im Wald ausführen möchtet.

Fazit zu diesem Thema:

Das Waldbaden kann gerade in der momentane Coronakrise ein gutes Hilfsmittel sein, Körper, Seele und Geist zu stärken. Es ist natürlich fraglich, ob es immer sinnvoll ist, wenn etwas ganz Banales, Natürliches instrumentalisiert wird. Ich halte es aber für passend, wenn man die vernünftigsten und stimmigsten Aussagen in sein eigenes Leben integriert.
Wenn du die Möglichkeit hast, mit angemessenen Aufwand einen Wald zu erreichen, dann solltest du das einmal probieren. Die Kombination mit Yoga macht daraus eine ganz besonders heilsame Auszeit.

Weitere Informationen

Sehr interessant fand ich diesen Artikel über das Waldbaden auf Zeitonline.

In diesem Beitrag wird auch die Waldbademeisterin Annette Bernjus zitiert. Sie bietet im Taunus Kurse im Waldbaden an. Mehr Informationen findet ihr auf ihrem Blog.

Noch schnell ein Buchtipp:

Shinrin Yoku

Heilsames Waldbaden: Die japanische Therapie für innere Ruhe, erholsamen Schlaf und ein starkes Immunsystem von Yoshifumi Miyazaki

Und nun wünsche ich euch eine schöne, achtsame Zeit im Wald!


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Text: aden – So kannst du diesen Trend für deine Yoga-Praxis nutzen ©mondyoga.de
Alle Fotos: aden – So kannst du diesen Trend für deine Yoga-Praxis nutzen ©mondyoga.de unter Verwendung eines kostenlosen Stockfotos von Canva.com

Zusammenfassung
Waldbaden - So kannst du diesen Trend für deine Yoga-Praxis nutzen
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Waldbaden - So kannst du diesen Trend für deine Yoga-Praxis nutzen
Beschreibung
Waldbaden ist im Moment in aller Munde. Tatsächlich kann der Aufenthalt im Wald eine heilsame Wirkung auf uns haben und verbunden mit Yoga erst recht.
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