Meditieren lernen: Sieben Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene

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  • Beitrag zuletzt geändert am:6. April 2022

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Meditieren lernen: 7 Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene
So einfach kannst du lernen, zu meditieren

Wenn man sich mit Yoga beschäftigt, kommt man um das Thema Meditation nicht vorbei. Denn die hauptsächlich körperliche Wirkung der einzelnen Asanas gehen Hand in Hand mit der absoluten Entspannung, die uns eine meditative Tiefenentspannung schenken kann.
Und ganz selbstverständlich werden in den meisten Yoga-Kursen auch kleinere und größere Meditationen eingebaut.

Meditation hat viele Gesichter. Du kennst vielleicht die klassische Variante oder aber auch geführte Meditationen. Es gibt aber auch eine Art „natürliche Meditation“, die wir ganz unbewusst praktizieren, wenn wir etwas ohne Ablenkung tun. Zum Beispiel beim Malen, Spazierengehen oder auch beim Geschirrspülen.

Ich will dir heute ein paar Grundzüge erklären und ein paar Tipps mit an die Hand geben. Denn ich möchte dichmit diesem Artikel animieren, es einmal mit der Meditation zu versuchen.

Warum solltest du meditieren?

Wenn wir meditieren, setzen wir etliche positive Veränderungen in Gang. Das beginnt bei körperlichen Reaktionen, wie Schmerzlinderung oder die Reduktion von Stresssymptomen. Aber vorrangig tun wir mit der Meditation etwas Gutes für unseren Geist und unsere Seele.
Einige gute Gründe, einmal mit der Meditation anzufangen, wären:

  • Entspannung und Ruhe
  • Energiegewinn
  • Überwindung von Ängsten
  • Gewinn von innerer Stärke
  • Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
  • Beendigung des Gedankenkarussels.

Meditieren lernen: Sieben Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene

So einfach kannst du lernen, zu meditieren
Kann jeder: Meditieren

Diese Verbesserungen treten natürlich nicht sofort ein. Wichtig ist, dass wir die Meditation in unseren Alltag integrieren. Und damit dir dies auch ohne Frustration gelingt, bekommst du hier meine Tipps.

1. Erwartungshaltung

Viele Leute halten Meditation für eine furchtbar komplizierte und anstrengende Angelegenheit. Aber das ist gar nicht wahr.
Denn das Gute am Meditieren ist, dass du überhaupt nichts falsch machen kannst.
Fange langsam an und nehme dir nicht zu viel vor. Und wenn es einmal nicht so klappt mit dem vermeintlichen Einzug ins Nirwana, dann lasse dich bitte nicht entmutigen.
Wir sind alle keine Yogis.

2. Richtiger Ort

Wahrscheinlich wirst du kein eigenes Meditationszimmer zur Verfügung haben. Aber mit Sicherheit findet sich ein ruhiger Platz in deiner Wohnung – vielleicht dort, wo du auch immer Yoga macht.
Schalte dein Handy aus oder besser, nehmt es gar nicht erst mit. Deinen Mitbewohnern und Familienangehörigen sagst du Bescheid, dass du für fünzehn Minuten ungestört sein willst

3. Hilfsmittel beim Meditieren

Du kannst auf einem Meditationskissen oder auf einem Hocker sitzen. Wichtig dabei ist, dass die Sitzfläche nicht allzu weich ist. Ich habe es anfänglich mit einem normalen, festeren Kissen probiert. Aber glauet mir, es funktioniert nicht! Wenn du keinen Hocker verwenden willst, empfehle ich dir ein richtiges Meditationskissen, wie dieses auf der linken Seite.

Wenn dir schnell kalt wird, darfst du dir eine leichte Decke oder einen großen Schal um die Schultern hängen.
Nehme dir einen Wecker mit und stelle ihn auf zehn Minuten. Ein normaler Küchenwecker tut es auch, aber verwende bitte kein Handy,.
Vielen Menschen hilft Musik, um abzuschalten. Das kann spezielle Meditationsmusik sein oder leichte klassische Musik. Eine gute Hilfe für dich als Einsteiger könnte aber auch eine Meditations-App sein, wie ich sie in diesem Artikel vorgestellt habe.

4. Die richtige Position

Über die richtige Körperhaltung beim Meditieren sind schon ganze Bücher geschrieben worden. Der Klassiker ist natürlich der Lotussitz. Wenn du aber so wie ich zu den Menschen gehörst, die es in dieser Körperhaltung gar nicht oder nicht lange aushalten, dann versucht es einmal mit einem einfachen Schneidersitz. Oder du verwendest oben genanntes Meditationskissen oder einen Hocker.
Wichtig ist, dass du nicht den Rücken anlehnt. Denn die Energie sollte während der Meditation frei durch die Wirbelsäule fließen können.
Wenn du im Liegen meditieren willst, dann empfehle ich dir eine geführte Meditation. Denn sonst besteht akute Einschlafgefahr.

5. Fokussieren

Du hast nun alles vorbereitet und befindest dich in deiner Lieblingsposition. Dann kann es jetzt losgehen mit der Tiefenentspannung.
Du kannst die Augen schließen oder geöffnet halten und dabei einen Punkt (Kerze, Bild, Pflanze) fokussieren. Beginne mit sieben tiefen Atemzügen – tief einatmen und wieder ausatmen. Versuche, bei jedem Ausatmen ein wenig mehr zu entspannen. Und nun beobachtest du einfach deinen Atem: wie sich der Brustkorb hebt und senkt, wie Sauerstoff durch deinen Körper strömt. Nehme keinen Einfluss auf die Tiefe oder Frequenz deiner Atemzüge.
Das ist eigentlich schon mal alles!

Aber das ist natürlich leichter gesagt, als getan.
Wenn es gar nicht funktioniert, empfehle ich dir eine geführte Meditation oder du arbeitest mit einem Mantra, wie dem berühmten „Om mani padme hum“. (Auf der Seite von Yoga-Easy findest du weitere Informationen)

6. Die Gedanken

Eine der größten Legenden über das Meditieren ist meines Erachtens die Anweisung, dass man nichts mehr denken soll. Das funktioniert vielleicht bei Buddhisten in fernöstlichen Klöstern auf Grund ihrer jahrelangen Übung. Aber als Anfänger im westeuropäischen Raum tut man sich mit einer solchen Vorgabe sehr schwer.

Dabei gib es durchaus einen Unterschied zwischen „Gedanken“ und dem „Nachdenken“ im Sinne von „Grübeln“.
Wenn du noch so viel deinem Atem lauschst oder das „Om“ summst, werden sich immer wieder Gedankenschnipsel durch deine Wahrnehmung schleichen. Schau ihnen zu und lass sie gehen.
Denke nicht darüber nach.

7. Rituale bilden

Mache aus der Meditation ein alltägliches Ritual, so wie du es auch mit deinen Yoga-Übungen handhabst. (oder handhaben solltet …)
Meditiere zu festen Zeiten, vielleicht sogar nach dem Yoga. Denn nur so kannst du dies in deinen Alltag fest integrieren.

Ein paar Worte zum Schluss:

Für die Meditation gilt das Gleiche, wie für Yoga: Habe Geduld mit dir! Und ein wenig Nachsicht.
Viele gute Dinge brauchen ihre Zeit, bis man eine Wirkung spürt oder gar einen Erfolg verzeichnet.

Jetzt wünsche ich dir viel Freude beim Meditieren und vielleicht willst du einmal erzählen, wie es dir dabei geht!


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Text: Meditieren lernen: Sieben Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene ©mondyoga.de
Alle Fotos: Meditieren lernen: Sieben Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene ©mondyoga.de mit Hilfe eines kostenlosen Stockfotos von Canva.com

Zusammenfassung
Meditieren lernen: 7 Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene
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Meditieren lernen: 7 Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene
Beschreibung
So lernst du, richtig und mit viel Spaß und Erfolg zu meditieren! Hier bekommst du sieben Tipps für Anfänger und Fortgeschrittene dieser Disziplin.
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